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Frisches vom Farm in San Antonio, Restaurant Gwendolyn

Am San Antonio River ist ein Restaurant, dessen Angebot und Ideen einzigartig in Südtexas sind. Das Restaurant ist nicht „western“, aber hier wird die reiche Ernte von Südtexas schön zur Schau gestellte. Chefkoch Michael Sohocki übernahm 2010 den Mietvertrag des Restaurants Le Reve, und gründete das neue Restaurant Gwendolyn, die er nach seiner Großmutter taufte. Mit nur zehn Tische liegt das Lokal im Grundgeschoss des Exchange Building, und ist Diensttag bis Samstag von 17.30 bis 21.00 auf. Mittagessen wird Montag bis Freitag von 11.00 bis 14.00 serviert. Abends können Gäste spätestens um 21.00 einen Tisch nehmen, aber sie dürfen so lange bleiben, wie sie wünschen.
Vom Tisch aus konnte ich über eine Halbwand den Koch und Küchenpersonell zu sehen, und nach einigen Minuten fiel es mir ein, wie still alles war. In der Küche waren alle sehr beschäftigt, aber ausser des Schneidens eines Messers oder des Rührens eines Löffels kamen kein einziger Laut. In Gwendolyn wird gekocht und nicht aus einer Tiefkühltruhe serviert. Viele Restaurants protzen, dass hier kein Mikrowellenofen benutzt wird, aber in Gwendolyn werden keine Küchengeräte eingesetzt–keine Mixers, Blenders, oder anderen Maschinen. Sogar den Kaffee wird von einem Kellner über einer Flamme am Tisch gekocht. Ich wunderte mich, dass ich den Dunstbezugshaube nicht hören konnte, aber wenn alle Fette selber in der Küche von Samen oder Tiere gewonnen werden, verwendet der Koch Fett und Öl nicht in solchen Mengen, dass der Dunst nicht angesaugt werden muss.
In Gwendolyn kommt das Manifest vor dem Essen. Alle Zutaten stammen aus der Umgebung von San Antonio, und werden selber von Chef Sohocki zum Restaurant gebracht. Obst und Gemüse entsprechen der Jahreszeit und der Ernte, und kommen direkt vom Bauer. Fleisch wird auch direkt vom Farmer in Hälften geliefert, die im Restaurant verarbeitet werden, und alle Teile des Tiers werden benutzt. Wenn man sich vorher meldet, kann der Koch den Gästen helfen, viele diätetische Verordnungen zu halten.
Ein Drei-Gänge-Menü kostet 55 USD, dienstags, mittwochs, und donnerstags kostet das Menü 35 USD zwischen 17.30-18.30 mit einer Reservierung. Ein Fünf-Gänge-Menü ist auch eine Möglichkeit und kostet 75 USD. Alles ist hausgemacht. Viele Gäste beginnen ihr Essen mit einer Auswahl von trockener Salami und geräuchertem Schinken, die mit Brotscheiben serviert werden. Als ich in Januar das Restaurant besuchte, bestellte ich das Drei-Gänge-Menü, und nach der amuse bouche bestand der erste Gang aus roten Beeten mit dünnen Scheiben Schinken. Der zweite Gang war Schweinekotelett mit Chollard Greens und weich gekochten Enteneiern. Zum Nachtisch war Süsskartoffel pot de creme.
Das Essen wird nicht jedem Geschmack entsprechen, aber wenn man etwas neues erleben möchte, wird man ganz bestimmt noch einmal Gwendolyn besuchen.—-Jason Fabianke

http://www.restaurantgwendolyn.com

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True American Clothing

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Foto © Peter Neufeld, Seminole, Texas

Wo kauft man echte US-amerikanische Kleidung? Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, wenn man mit dem Beschreibungswort meint, dass die Kleidung in den USA produziert worden war. Die meisten bekannten amerikanischen Marken haben schon längst einen Großteil ihrer Produktion nach außen verlegt, und deswegen werden die meisten Kleidungsstücke in Ländern produziert, in denen Löhne und Nebenkosten billiger sind, und in denen Arbeitsbedingungen die niedrigen kosten entsprechen.

Die siebziger Jahren brachten hohe Inflationsraten, und seitdem haben amerikanische Konsumenten sehr die Preisen geachtet. Im Fernsehen und Online erinnern
die Werbungtreibende ihre Publikum ständig, dass eine Kette von Läden das preiswerteste Angebot an Waren habe. Am Anfang haben einige große Handelsketten, wie z.B. Walmart, ihre ihre Streifzüge in neue Märkte mit dem Werbeslogan „Made in the USA,“ aber sie setzten jedes Jahr ihre Zulieferer unter immer neuen, enormen Preisdruck. Entsprechend dem Wunsch der Anleger senken die Firmen die Kosten durch eine Ersparnis an Arbeitskosten, und Arbeitsstellen wurden gestrichen. Deswegen kann man T-Shirts zu drei Dollar und Jeans zu 9 Dollar kaufen. Einige Marken kosten deutlich mehr im Handel, aber die Produktionskosten sind fast gleich.

Dem Wirtschaftswandel zum Trotz hat die Kleidungsmanufaktur in den USA überlebt. Zwei Versandhäuser bieten den Konsumenten Kleidung und andere Waren an, die ausschliesslich in den USA hergestellt worden waren. Der erste, All American Clothing Company, verkauft Herren- und Frauenkleidung, und ihre Jeans sind besonders empfehlenswert. Die Firme ist die erste, die mit jeder Jeans eine Tracking-Nummer bereitstellt, mit der die Kundin oder Kunde das Leben der Jeans bis zum Bauernhof zurück verfolgen kann. Wie mit allen Kleidungstücken der Firme, stammen die Fasern, der Stoff, und die Anfertigungsarbeit aus den USA, und wenn man die Preisen vergleicht, sind die günstiger als einige Markenwaren, die oft ungerecht produziert worden waren. Die zweite Versandfirme ist Union House, und wie der Firmenname deutlich macht, sind alle Arbeiter und Angestellten der Firme in Gewerkschaften organisiert. Ihre Kleidung entspricht den höchsten Qualität, und ist auch nicht teuer. Ich habe von beiden Versandhäuser bestellt, und war mit Qualität und Service zufrieden.

Wenn Sie amerikanische Kleidung kaufen möchten, bitte werfen sie einen Blick auf das Etikette, um festzustellen, wo das Kleidungsstück produziert worden war.—-Jason Fabianke

http://www.allamericanclothing.com

http://www.unionlabel.com